Bedeutung der Diagnostik und des mathematischen Vorwissens
Bedeutung der Diagnostik und des mathematischen Vorwissens
Aus meiner Erfahrung werden grundlegende Probleme des mathematischen Vorwissens bei der Arbeit mit Betroffenen oft übersehen. Dazu gehören Schwierigkeiten bei Mengenvergleichen, Raumlage- Beziehungen, Zahlbegriffe (Ordnungszahl, Mengenbegriff), Zahlaufbau. Deshalb sollte eine aussagekräftige Diagnostik auch den vorschulischen Bereich abdecken und nicht erst ab dem Grundschulstoff ansetzen.
Um eine individuelle Lerntherapie für Ihr Kind anbieten zu können, ist es mir daher wichtig, mindestens die folgenden drei Fragestellungen während der Diagnostik zu klären:
- Sind alle Lernvoraussetzungen für den Umgang mit Zahlen und Rechenoperationen gegeben (Pränumerik)?
- Sind die Zahlzerlegungen* bekannt oder ist das Kind gezwungen, Aufgaben abzählend zu lösen?
- Bei welchem Lernstand (mit welchem Inhalt) muss die Arbeit beginnen?
Anschließend werden alle relevanten mathematischen Gedanken bis zum aktuellen Schulstoff angeschaut.
Aus den Ergebnissen der Diagnostik erstelle ich dann ein detailliertes Gutachten über den mathematischen Lernstand Ihres Kindes. Dieses Gutachten ist der Leitfaden für die erfolgreiche Arbeit einer Lerntherapie und informiert alle Beteiligten detailliert.
* unter Zahlzerlegung versteht man das Aufteilen einer Menge im Zahlenraum bis 10. So kann man z.B. die Menge 4 in ihre Teilmengen 3/1; 2/2 und 4/0 zerlegen. Dieses Wissen ist sehr wichtig um zählfrei rechnen zu lernen.
Nach der Diagnostik entsteht ein detailliertes Gutachten, das die Grundlage für ein ausführliches Beratungsgespräch bildet, in dem zentrale Fragen zum Lernverhalten und zu schulischen Schwierigkeiten Ihres Kindes geklärt werden. Dabei stehen sowohl das Verständnis der individuellen Problematik als auch die vorhandenen Stärken im Fokus, um gemeinsam eine tragfähige Basis für eine erfolgreiche Lerntherapie zu schaffen.
Nach Abschluss von Diagnostik und Beratung beginnt eine individuell ausgerichtete Lerntherapie mit wöchentlichen Terminen, die Therapiearbeit mit dem Kind und eine enge Einbindung der Eltern verbindet. Im Mittelpunkt stehen der persönliche Lernstand, die Stärken und das Tempo des Kindes sowie eine abgestimmte Zusammenarbeit mit dem häuslichen Umfeld und auf Wunsch auch mit der Schule.
Es äußert sich in Schwierigkeiten beim Verstehen und Anwenden grundlegender Mathematik. Es beginnt bei einfachen Aufgaben, wie dem Addieren, Subtrahieren, Multiplizieren und Dividieren.
Daraus können eine verlangsamte Entwicklung in der Schule vielleicht sogar eine Versetzungsgefährdung folgen.